Auf, Terrasse, Café Josty Oben Klausur, Gedichtvergleich, Cafe Josty, Gesänge An Berlin (Boldt, Lichtenstein), Expressionismus, Interpretation

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4 Ideal Auf, Terrasse, Café Josty - Die nächtliche stadt in den versen 13 und 14 erreicht den höhepunkt von abneigung, ekel und hässlichkeit. Berlin, das im laufe des tages euphemistisch als "glitzerndes nest" definiert wird, begegnet dem "rauch der nachtzeit" auf kontrastreiche und metaphorische weise (vgl. Vers 14), das bedeutet, dass die abgase von fabriken und industrien abfließen . Durch den anschließenden metaphorischen vergleich "wie der eiter eines virus", der äußerst negativ bewertet und kritisiert wird, ist der leser offiziell ekelhaft und fühlt sich so intensiv mit dem hervorgerufenen horror der großstadt. Laden sie dazu die pest als symbol der menschlichen ohnmacht hoch, die das individuum in der metropole regiert. Es steht außerdem für abbruchstemperament und -verfall sowie für den falschen glauben an gott, das eines der motive des expressionismus ist.

Diese in dem gedicht "auf der terrasse des cafés josty" behandelten themen und beschwerden über das leben in der großstadt sind gewöhnliche motive expressionistischer poesie. In ähnlicher weise veranschaulicht das gedicht die desorientierung des modernen menschen als folge des schnellen sozialen handels und der technischen und monetären verbesserung und objektiviert sie in der immer komplexer werdenden gesellschaft. Daraus folgt, dass das gedicht in übereinstimmung mit der entstehungszeit ehrlich in die epoche des expressionismus eingeordnet werden kann. Jede andere zeitgenössische bewegung, die für das fachwissen und die interpretation der arbeit relevant ist, ist die hohe industrialisierung, die das agrardeutschland zwischen 1870 und 1914 zu einer handelsnation machte. Dies wurde für die bevölkerung von besonderer bedeutung, da sich immer mehr industrien in den riesigen städten angesiedelt haben, wodurch sie größer, jedoch auch enger, verwirrender und schmutziger wurden.

Im einzelnen kritisiert boldt die stadt und zusätzlich das damit verbundene verhalten der menschen. Hässlichkeit, schädigung der natur, lärm und stressiges tempo nennt er neben dem zentralen mangel an individualität als schlechte eigenschaften und folgen des lebensstils der metropole. Dieser eindruck wird anhand vieler drastischer tropen veranschaulicht und weist den empfänger auf, wobei dies heutzutage dennoch verständlich ist. Paul boldt protestiert mit diesem expressionistischen sonett fast gegen die kapitalbeschäftigungen und den monetären nutzen angesichts des deutschen reiches und der großen organisationen und wendet sich damit an die anziehungskraft der bevölkerung der metropole, jetzt nicht blind gegenüber der masse.

Zugehöriger Beitrag vonAuf, Terrasse, Café Josty Herrlich "Auf, Terrasse, Café Josty (1912)", Paul Boldt, Verfilmung + Interpretation